Gleiche, weniger oder mehr Rechte?

Mit dieser Frage befassen sich die Schüler/innen nach der Lektüre eines Textes mit Informationen zum Thema Behinderung. In diesem Text wird auch auf die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung eingegangen. Schon mehrfach ist unter den Schüler/innen eine interessante Diskussion darüber entbrannt. So stellte ein Junge mit Autismus klar, dass seiner Meinung nach Menschen mit Behinderung mehr Rechte hätte als andere. Er argumentiert wie folgt. Durch seinen „Schwerbehindertenauweis“  könne er kostenlos die Deutsche Bahn und die öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin benutzen und ins Kino eine Begleitperson kostenlos mitnehmen. Das seien besondere Rechte, die andere Menschen nicht haben. Wir haben darüber gesprochen, dass es sich dabei um einen sog. Nachteilsausgleich handelt, der Menschen die mit Behinderungen leben zusteht. Die Gleichberechtigung (also nicht mehr und nicht weniger Rechte) entsteht hier durch eine Ungleichbehandlung die darauf abzielt, die mit der Beeinträchtigung verbundenen Einschränkungen an der Teilhabe und Mitgestaltung in allen Bereichen des Lebens zu mildern.

Auch für Eltern und Schüler älterer Jahrgangsstufe kann die Frage nach Gerechtigkeit und (Un)Gleichbehandlung von Schüler/innen einer Klasse auftauchen.

Kenntniss darüber, was ein Nachteilsausgleich ist und in welcher Form er z.B. auch einzelnen Schüler/innen zugute kommen kann und warum das gerecht ist, können die Beantwortung bzw. den Austausch zu den Fragen erleichtern.  Da auf den Elternworkshops der Austausch der Eltern über alle ihre Kinder im Fordergrund steht und nicht die Information über  wenige „besondere“ , will ich dieser Stelle eine kurze Information dazu nachreichen bzw. über einen Link zugänglich machen.

Beispiele für Nachteilsausgleich sind
Anpassung der Arbeitsblätter und Materialien (wie Vergrößerung von Texten)• Veränderung der Bearbeitungsform (von mündlich in schriftlich und um­ge­kehrt) • Schreiben von Klassenarbeiten in einem anderen Raum • längere Bearbeitungszeit oder mehr Pausen• technische Hilfen (wie Kommunikationshilfen) • Ein­satz von unterstützendem Personal (etwa Vorlesedienste)

Unter http://www.berlin.de/sen/bildung/foerderung/sonderpaedagogische_foerderung/fachinfo.html kann ein Leitfaden heruntergeladen werden, der auch Eltern interessante Informationen zugänglich macht zum Feststellungsverfahren eines Förderschwerpunktes, zu den sonderpädagogischen Förderschwerpunkten selbst und auch zu den möglichen Maßnahmen im Sinne des Nachteilsausgleichs nach §§38-40 SopädVO.

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